Klein und dick fängt in den warmen Monaten ganz groß!

vKarte_kleemannon Tim Kleemann

Gemeint sind natürlich die dickbäuchigen und meist etwas gedrungen wirkenden Wobbler, die Crankbaits.
Viele Angler lassen diese Köder, meist wegen ihrem unnatürlichem Aussehen, links liegen oder aber eben am Regal im Angelladen hängen. Völlig zu Unrecht, wie ich finde!
In den letzten Jahren haben sich diese Köder einen festen Platz in meiner Tacklebox erkämpft. Wenn im Sommer das Wasser vor Kleinfischen nur so brodelt, ist es oftmals schwierig einen Räuber ans Band zu bekommen. Das liegt einfach daran, dass sein Tisch jetzt reich gedeckt ist und er sich nur die Kirschen „rauspflücken“ muss.
Nun gibt es zwei Arten, doch noch einen Räuber ans Band zu bekommen und für beide Arten ist der Crankbait prädestiniert.
klee-2Art I: Der tote Mann
Auch wenn die Räuber jetzt freie Auswahl haben und eigentlich nur mit offenem Maul durchs Wasser schwimmen müssen, freuen sie sich, wenn sie ein krankes und somit leicht zu fangendes Fischchen finden. Durch den Lauf des Crankbaits mit abwechselnden Spinstopps erzeugt man genau dieses Schwimmverhalten eines kranken Fisches.

Art II: Randale
Eine andere Art, um noch einen Räuber zu fangen, ist sie einfach aggressiv zu machen.
Stellt euch vor, ihr liegt Sonntagnachmittag bei 30 Grad auf eurem Liegestuhl im Garten und wollt eigentlich nur entspannen und auf einmal fliegt ein laut rasselndes und nerviges halbes gebratenes Hähnchen an euch vorbei. Wer würde da nicht irgendwann zugreifen? Außer ein Vegetarier vielleicht, aber die sind unter den Raubfischen ja bekanntlicher Weise höchst selten anzutreffen.
Genau diese Aggression kann und muss man sich zu Nutze machen.
Wer schon mal einen Crankbait in der Hand hatte und ihn geschüttelt hat, weiß was ich meine. Diese Dinger sind unheimlich laut. Zieht so einen Crankbait einfach mal flach vor euch durchs Wasser. Ihr werdet ihn mit Sicherheit hören.
Kombiniert ihr diese Lautstärke jetzt noch mit einer auffälligen Farbe, könnt ihr euch sicher sein, dass der Köder nicht lange unbemerkt bleibt. Denn unter all den kleinen Futterfischen gibt es mit Sicherheit recht wenige rote, gelbe oder neon-grüne Fische, die auch noch einen Höllenkrach machen.

1-klee
Die lange Schaufel verrät es: Dieser Miniwobbler läuft tief…..

Art III: Bottom-bouncing
Bei Vielen, die diesen Bericht jetzt gerade lesen, taucht an dieser Stelle bestimmt ein großes „?“ auf.
Wer oder was ist „Bottom-bouncing“?
Das lässt sich eigentlich ganz leicht erklären. Der Begriff kommt aus dem Englischem und bedeutet frei übersetzt, so viel wie: “Boden-Hüpfen“, und genau das ist damit auch gemeint.
Es ist eine Technik, bei der ich meinen Crankbait über den Boden hüpfen lasse. Das geht natürlich nur an Stellen, die jetzt nicht gerade so tief wie der Mariannengraben sind.
Ich erkläre es einfach mal kurz an einem Beispiel.
Wenn ich einen Gewässerabschnitt mit dieser Technik befischen will, der zum Beispiel drei Meter tief ist, nehme ich einen Crankbait der zum Beispiel vier Meter tief läuft.
Nach dem Auswerfen kurbele ich diesen Köder einfach ganz stupide ein. Nach ein paar Kurbelumdrehungen wird der Köder den Boden erreichen und anfangen immer wieder mit seiner Tauchschaufel auf dem Gewässergrund aufzusetzen. Dabei wird Schlamm und Sand aufgewirbelt und es sieht so aus, als ob ein kleines Fischchen am Boden nach Nahrung sucht. Glaubt mir, diese Technik wird sehr selten genutzt und ist vielleicht genau deshalb so erfolgreich.
Einen kleinen Tipp habe ich noch: an Stellen wo ihr wisst, dass viel Unrat im Wasser liegt, solltet ihr auf diese Technik verzichten, da es sonst schnell zu Abrissen kommt.

Aber nun zum interessantesten Teil dieses Beitrags, die Köder!!!
In den letzten Monaten haben sich der „Baby-Trout“ und der Trophy-Trout“ von der Firma JENZI mehr als nur bewährt und mir super Fänge bereitet.
Es sind beides dieselben Modelle, wobei der Baby-Trout die flachlaufende Version mit einer Lauftiefe von bis zu 80cm ist und der Trophy-Trout die tieflaufende Version mit einer Lauftiefe von bis zu 1,80 Metern ist.
Beide Modelle sind 4,2 Zentimeter lang, wiegen 4,5 beziehungsweise bei der tieflaufenden Version 6 Gramm. Sie sind mit superscharfen und stabilen Haken ausgestattet, womit sie optimal ins Beuteschema von Barsch, Döbel und Rapfen passen und die Fische zum Biss verleiten.

Viel Petri wünscht euch  Tim Kleemann und das ganze JENZI-Team!!!

Team JENZI

Seit 1984 bietet das Familenunternehmen JENZI aus Plüderhausen bezahlbare Angelsportausrüstungin guter Qualität. Mehr Infos & Bezugsquellen unter www.jenzi.de
Team JENZI

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