Coronavirus COVID-19: Angeln ja oder nein?

Nun ist sie da, die Allgemeinverfügung zur Kontaktsperre, die unser weiteres Leben sicherlich verändern wird. Kleine Gruppen, Sozialkontakte einschränken, keine Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn man sich ersteinmal mit der Situation “angefreundet” hat, wird man auch Positives feststellen können. Nicht nur in der Natur.

Die geplante und seit Jahren gesetzte Meerforellentour war schon geplant – und nun: keine Anreise an die Ostsee aus anderen Bundesländern, keine Übernachtungsmöglichkeit mehr. Na ja, ärgerlich, aber: Es wird mich, uns   nicht umbringen. Das Virus vielleicht auch nicht, ich fühle mich  fit, wir sind nicht infiziert. Aber andere, die wir  möglicherweise unwissend  infizieren , wenn wir einfach so weitermachen, wie bisher,  eventuell schon.

Fällt im Frühjahr 2020 ins Wasser – (a) zu viele Angler nebeneinander, (b) nicht Einheimisch dort oben und (c) wir sind vernünftig

Was sich (vielleicht) positiv ändert

Man lebt bewusster, achtet mehr auf seine persönliche Hygiene und stellt sich und seine Bedürfnisse auch einmal etwas zurück. Warum auch nicht? Das schadet niemandem, zumindest nicht auf Dauer. Und das wird auch der Grund dafür sein, warum unsere Welt, unser Leben, wir selbst danach irgendwie anders sein werden. Natürlich nur, wenn man bereit ist, seine eigene Komfortzone zu verlassen und auf seine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse teilweise und für eine bestimmte Zeit zu verzichten. Dass das nicht geht, kann ich mir nicht vorstellen, so egoistisch sind wir Angler doch nicht? Oder doch?

Und was ist mit dem Angeln?

In der aktuellen Version des Niedersächsischen Ministerialblattes (Hannover, 23.03.2020) heißt es dazu:

“(…) 3. Insbesondere sind weiterhin zulässig:
(a) die körperliche und sportliche Betätigung im Freien.”

Aha, also erlaubt. Ich möchte an dieser Stelle nicht die Diskussion darüber entfachen, ob Angeln ein Sport ist oder nicht. Grundsätzlich ist Angeln aber im weitesten Sinn in den Bereich des Freizeitsports einzuordnen. Entsprechend dürfen wir Angler unserem Hobby bei der derzeitigen gesetzlich verordneten Kontaktsperre nachgehen.

Aber: Bitte nutzt die Zeit, um allein angeln zu gehen. Nach der Allgemeinverfügung ist es so, dass Zusammenkünfte von mehr als 2 Personen untersagt sind. Das würde bedeuten, man kann partnerweise Angeln gehen, mit einem vorgeschriebenen Abstand von mindestens 150cm. So wie immer, oder? Aber warum? Alles ist machbar und jetzt notwendig, Hey, mal unter uns: Wer steht schon gern da, wo der Kollegen gerade keinen Fisch fängt. Aber was, wenn er fängt?

Zur Ruhe kommen, nachdenken. entschleunigen – das macht Angelsport aus, auch allein.

Allein oder zu Zweit fischen?

Grundsätzlich besagt die Allgemeinverfügung aber auch, (…) dass der Aufenthalt im Öffentlichen Raum nur Einzelpersonen gestattet ist. Ich denke, man sollte nicht darüber diskutieren, sondern sich einfach einmal an die bestehenden Regularien halten. Geht halt mal allein los – ist auch schön. Denkt dabei an die Alten und Kranken unserer Gesellschaft, die besonders gefährdet sind und seid vernünftig, denkt nicht nur an euch.

Ihr habt die Bilder aus Italien und Spanien noch nicht gesehen? Dann ist auch klar, warum ihr immer noch damit hadert, soziale Kontakte aus purem Egoismus einzuschränken. Informiert euch, wenn ihr nicht informiert seid – Bitte!

Stehen wir zusammen und meistern die Krise gemeinsam !

Noch was zum Schluss

Bitte denkt auch an eure regionalen Angelhändler vor Ort. In guten Zeiten bieten sie euch immer einen guten Service, tolle Produktangebote, kompetente Beratung und Vieles mehr. Gebt, wenn ihr es könnt,  etwas zurück und kauft vor Ort!  Investiert ihr in euren Händler vor Ort, der in jedem Fall bessere Zeiten verdient hat. Einige Händler bieten auch Services an, kontaktiert die Händler telefonisch, per Mail und erkundigt euch nach Liefermöglichkeiten, Abholung oder anderen Dingen.

Es kommen andere Tage und dann könnt ihr wieder nach Lust und Laune, mit wem auch immer und wo auch immer angeln.

Team JENZI