Im Unwetter auf Raubfisch & Waller

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Bei schönstem Wetter ging es los. Armins “Barbossa” lag gespannt am Ufer des Rheins.

von Marcus, Team JENZI

Am Freitag ging es für mich auf nach Süddeutschland, um gemeinsam mit den Waller- und Raubfischspezialisten vom Team JENZI, Armin Adam und Björn Lüdtke, einen Siluro zu überlisten. Schwerpunktmässig ging es bei der Tour aber auch darum, unsere neuen Viplex One in verschiedensten Situationen zu erproben. Dazu kann hier schon einmal das Fazit formuliert werden, dass alle Teamangler begeistert sind. Die Viplex ist ein unglaublich schneller Blank, der für das Rheinfischen wie gemacht ist. Einhellige Meinung war auch, dass das Preis-Leistungsverhältnis dieser Top-Rute unschlagbar ist.

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Klopfen und dann Tauwurmbündel verführerisch auf- und ab tanzen lassen – soweit der Plan, der leider an diesem Tag nicht aufging.
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Am frühen Abend wurde das Wasser wilder und man konnte die Vorboten des Unwetters spüren. Alles andere als gute Angelbedingungen.
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Viplex one – perfekte Spinnrute für den Rhein.
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Ein beeindruckendes Schauspiel boten die Milane, die aber vergeblich versuchten einen Fisch an der Oberfläche zu erwischen. Warum sollte es ihnen anders ergehen, als uns?

Tag 1
Nach 4 Stunden Zugfahrt bei 30 °C empfingen mich Armin und seinen Frau am Bahnhof mit einem Boot und auf ging es an unseren Spot. Dort wollten wir Björn treffen, der uns als Guide ein paar gute Plätze empfehlen sollte. Armin wollte unbedingt einmal vertikal und klopfenderweise auf unsere heimischen Großräuber fischen.
Schon im Zug war aber per App ersichtlich, dass das nicht einfach werden wird. Der Wasserstand des Rheins war um einen Meter gefallen und gegen 23:00 Uhr war ein Unwetter angekündigt. Nicht nur Regen und ein wenig Wind, nein, ein erwachsenes Unwetter erwartete uns. Dies sollte leider auch so bleiben, wie uns die Nachrichten aus dem gesamten Bundesgebiet am Folgetag zeigten.
Nachdem wir uns am Freitag die Angelerlaubniskarten für den Rhein besorgten, slippten wir das Boot ein, besprachen uns mit Björn und fuhren die erste Tour. Dank des Echolots auf der „Barbossa“, dem Angelboot vom Armin, konnten wir gleich einige gute Stellen ausmachen und auch den einen oder anderen Aufsteiger sichten. Zum Biss ließ sich allerdings keiner der Giganten verleiten. Allenfalls zwei Zupfer konnte Armin verzeichnen.

Gegen 22:30 Uhr überquerten wir den Rhein und versuchten uns daran, ein Camp aufzubauen. Pustekuchen, das einsetzende Unwetter blies trotz guter Ausrüstung alles weg. Es hieß also alles einpacken und zurück ans rettende Ufer. Bei Meterwellengang überquerten wir sicher den Rhein und bauten die Liegen in einem Bootshaus auf.

Tag 2

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Kleine Minnows oder Stickbaits waren angesagt, um am Tage Barsch und Rapfen aus den Verstecken zu locken.
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Interessant waren in jedem Fall die Industriebereiche im Wasser, die den Räuber perfekte Versteckmöglichkeiten bieten.
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So klein und schon so gierig, der durfte natürlich wieder ins Wasser zurück.

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter beruhigt und Björn besuchte uns bei Sonnenschein mit Spinnspezi Tim Kleemann, sowie frischen Brötchen. Nach einem sehr guten Frühstück stand der Plan: Wir wollten tagsüber auf Barsch, Rapfen und Hecht fischen, zum Abend eine Zanderrunde einlegen und dann die Nacht durch vertikal auf Waller klopfen. Soweit der Plan.
Bei noch gutem Wetter angelten wir die Uferbereiche ab. Dabei benutzten wir Rivershads und Twitchbaits aus der JENZI-Range. Einige Rapfen und Barsche interessierten sich zwar für die Köder, schlugen aber nicht ein. Einzig Björn konnte einen 65er Hecht dazu überreden, uns einmal „Hallo“ zu sagen. Björn und Tim versichterten uns aber gute Fänge in den letzten Tagen, daher verloren wir nicht den Mut. Trotzdem passierte leider nichts außergewöhnliches.

Endlich Fisch
Das Wetter war nicht berauschend und laut Vorhersage war der frühe Abend wieder durch ein Unwetter geprägt. Was soll ich sagen, genau so kam es. Nach einer Stunde und einem kurzen gemeinsamen Grillen starteten wir gestärkt in die Nachtschicht. Zum Abend hin suchten wir zuerst für 2 Stunden einen stark strömenden Bereich des Rheins auf. Björn und Tim erläuterten uns die dort erfolgreiche Faulenzertechnik. Als Köder nutzen wir River-Shads mit Bleiköpfen bis 28 Gramm. Es dauert nicht lang, dann brach auch endlich der Fischbann. Endlich ! – nach einigen Würfen konnten alle Drei erste Bisse verzeichnen. Als Erster überlistete Tim einen guten 60iger Rapfen, der einen Oberflächenwobbler in der mittlerweile dunklen Nacht nahm. Fast zeitgleich dazu erwischte Armin dann einen fast 80iger 4-Kilo-Zander mit einem Rivershad im „motoroil-design“. Auch Björn schneiderte nicht, nach einem Großzander, der nicht gelandet werden konnte, führte er einen kleineren Zander aber sicher ans Ufer.
Bis 04:30 Uhr versuchten wir im Anschluss die Waller zu überlisten. 2 Bisse konnten nicht verwertet werden, beide Fische waren nicht schlecht, gewannen aber den Kampf mit uns.

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Björn mit schönem Zetti.
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Köder der Wahl an diesem Abend: JENZI River-Shad “motoroil”
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Amins Zetti: 77cm, 4.2 Kilogramm
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Tim mit tollem Rapfen 60+

Das ist Angeln. Wir haben zwar keinen Riesenfisch zu präsentieren, haben aber haufenweise tolles Bild- und Videomaterial mitgebracht. So können wir euch demnächst noch besser an der Tour teilhaben lassen.
Petri, euer Marcus

Team JENZI
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